Dudelsack? Wie kommst du denn darauf?

dudel marienburgSchäferpfeife auf Schloss Marienburg bei HannoverIm Jahr 2013 habe ich meinen langgehegten Wunsch, Du­del­sack zu spielen, in die Tat umgesetzt. Bis dahin kannte ich – wie wohl die Meisten– nur die „Great Highland Bagpipe“ der Schotten und den Marktsack vom Mittelaltermarkt. Der erste Mittelaltermarkt in Hannover in den neun­ziger Jahren war vermutlich der Auslöser für diesen Wunsch. Als ich mich dann intensiv auf die Suche nach einem Dudelsack machte, entdeckte ich, dass die Instrumentengruppe der Sack­pfeifen viel älter und größer ist als was ich kannte.

2013 kam mein erstes Hümmelchen, ein Re­­nais­sancedudelsack bei mir an. Kurze Zeit später hatte ich meine erste Schäferpfeife, zunächst ein Leihinstrument. Mit diesem fuhr ich zur Sommerbordunale, um einen Anfängerkurs zu besuchen. Hier erfuhr ich dann, das an diesen unterschiedlichen Du­del­säcken auch un­ter­schied­liche Repertoire- und vor allem Tanztraditionen geknüpft sind. Eine neue Welt tat sich auf, eine Welt, die auch ein gutes Gegengewicht zur klassischen Musik bildet, mit der ich mein Geld verdiene. Bal Folk ist zu einer Art Ausgleichssport zum klassischen Gesang geworden.

Hier gibt es mehr In­for­ma­tio­nen über die Dudelsäcke, die ich aktuell spiele: Meine Instrumente

Repertoire

Bal Folk

Wenn man mit dem Dudelsackspiel auf nicht-schottischen Instrumenten beginnt, landet man zunächst einmal im traditionellen Repertoire des fran­zö­sisch­/bretonischen Bal Folk. Das Spektrum von Tänzen des Bal Folk ersteckt sich von allgemein bekannteren wie Walzer und Polka über weitere Paartänze wie Schottisch oder Mazurka und viele Kreis- und Kettentänze aus Bretagne, Auvergne, Berry und anderen französischen Regionen. Aus­ser­dem gehören spanische (z. B. Fandango), italienische (Tarantella) und schwedische (Polska) Tänze zum Kanon der Tänze.

Neues aus alten Büchern

Durch Musikerinnen und Musiker wie Merit Zloch und Matthias Branschke aus Berlin oder Simon Wascher aus Wien wurde mein Interesse an alten Notenhandschriften mit Tanz­musik geweckt. Viele Melodien wurden in der Barockzeit niedergeschrieben, waren zu der Zeit aber durch reisende Musiker und die direkte Weitergabe von Musiker zu Musiker und das Lernen nach Gehör schon in ganz Europa verbreitet. Die Stücke sind für dörfliche Tanzveranstaltungen mit Dudelsack, Fidel und andere „nicht-höfische“ In­stru­mente wie geschaffen. Hier wartet noch ein großes Repertoire auf seine Wie­der­ent­deckung.

Viele Informationen über historische Tanzmusikquellen und vor allem die Originalnoten und/oder Abschriften der alten Quellen finden sich im www.tanzmusikarchiv.de .

Jan K ristof Schliep

Dudelsack · Workshops · Unterricht

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