syntagma musicumAbbildung aus dem Syntagma musicum
mit Schäferpfeife (7) und Hümmelchen (8)
Hümmelchen

Begonnen hat bei mir alles mit dem „Hümmelchen“, dem kleinen, leisen, deutschen Renaissance-Dudelsack. Das Hüm­melchen wird bereits im „Syntagma musicum“ von Michael Praetorius erwähnt, einem dreibändigen Werk über historische Aufführungspraxis und historischen Mu­sik­in­stru­men­ten­bau aus den Jahren 1614 bis 1619. Zur Zeit besitze ich ein einborduniges Instrument aus der Werkstatt von Jürgen Ross.

Schäferpfeife

Auch die Schäferpfeife wird bereits in Prätorius' „Syntagma musicum“ erwähnt und ab­ge­bil­det.

Spieltechnisch und in den heute gängigen Stimmungen hat sich die Schäferpfeife inzwischen größtenteils der französischen Dudelsacktradition angepasst, die die meisten Möglichkeiten an chromatischer Spielweise und Ton­um­fang bereithält. Durch zusätzliche Klappen wurde von einigen Du­del­sack­bau­ern der Ton­umfang zu einer vollständigen chromatischen Tonfolge über 1,5 Oktaven er­wei­tert.

Ich spiele eine dreibordunige Schä­fer­pfei­fe von Thorsten Tetz mit Spiel­pfeifen in G/C und A/D und eine zweibordunige Schäferpfeife in G/C von Mat­thias Bransch­ke, die mit den nach vorne gerichteten Bor­du­nen der flämischen Dudelsack-Bauweise an­ge­nä­hert ist.

Schäferpfeife in G/C und A/D von Thorsten Tetz

Dreibordunige Schä­fer­pfei­fe mit Klappen, Stopkey und Bor­dun­um­stim­mern sowie -abschalter. Al­ter­na­tiv mund- oder balg­geblasen. Zwetschge und Buchs

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Schäferpfeife in G/C von Matthias Branschke

Zweibordunige Schä­fer­pfei­fe in flämischer Bau­weise mit Klappen und Stop-Key. Zwetschge, Buchs und Gre­na­dill

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Schäferpfeife in D/G von Matthias Branschke

Zweibordunige Schä­fer­pfei­fe in D (eine Quar­te tiefer als die Schä­fer­pfei­fe in G) aus Mehlbeer-Holz

wird demnächst für mich angefertigt

Säckpipa – schwe­di­sche Sack­pfei­fe

saeckpipa strandHistorisch gesehen ist die schwedische Säckpipa eine Besonderheit. Die Existenz einer schwedischen Du­del­sack­tra­di­tion war fast in Vergessenheit geraten. In den 1970er Jahren wurden Teile alter Instrumente wiedergefunden, richtig wieder aufgelebt ist die Tradition erst in den 1980er Jahren.

Wer mehr über die Wiederentdeckung der Säck­pipa wissen möchte, dem sei die (englischsprachige) sehr ausführliche Webseite des schwedischen Säckpipaspielers Olle Gällmo empfohlen.

Die Besonderheit der Säckpipa ist, dass man (im Gegensatz zu den anderen hier beschriebenen Dudelsacktypen) auch kurze Töne spielen kann statt der durchgehenden Dauertöne. Die­ser Effekt entsteht dadurch, dass der Grundton der Spielpfeife und der Ton des Borduns exakt der selbe ist. So verschmilzt der Ton der Spielpfeife mit dem identischen Ton des Bordun und „ver­schwindet“ akustisch. Der Effekt ist der einer (scheinbaren) Pause in der Melodie.

Ich spiele eine Säckpipa von Thorsten Tetz mit Spielpfeifen in E/A und D/G.

Schwedische Säck­pi­pa in E/A und D/G von Thor­sten Tetz

Säckpipa mit Spielpfeifen in E/A und D/G mit Na­tur­rohr­blät­tern. Zwetsch­ge und Buchs

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